Therapie der CKD - Besonderheiten gibt es zu beachten

 

Ernährung und Lebensstil

Ein gesunder Lebensstil wirkt sich auf alle Organsysteme aus – auch auf die Nieren. Der direkte Einfluss hängt von der zugrundeliegenden Störung oder Erkrankung ab, die zur chronischen Nierenerkrankung (CKD) führt. Eine Reduktion der täglichen Kochsalzzufuhr (weniger als 5 g) kann sich positiv auf den Blutdruck und die Wirksamkeit eingenommener Medikamente auswirken. Bei spezifischen Störungen, wie z.B. Nierensteinleiden, Blutzuckererkrankungen oder Gicht, sind diätetische Maßnahmen und eine Erhöhung der Trinkmenge zielführend. Bei einer fortgeschrittenen CKD oder begleitender Herzschwäche kann eine Reduktion von kalium- und phosphathaltigen Lebensmitteln sowie der Trinkmenge erforderlich sein. Es ist schwierig, allgemeingültige Empfehlungen abzugeben; vielmehr bedarf es einer individuellen Ernährungstherapie. Eine professionelle Ernährungsberatung kann dabei hilfreich sein.




 Medikamentöse Optimierung gefässschädigender Risikofaktoren

Da die Nieren überwiegend aus Blutgefäßen bestehen, bedarf es einer optimalen Behandlung der gefäßschädigenden Faktoren, um den Verlauf einer chronischen Nierenerkrankung (CKD) günstig zu beeinflussen. Die Senkung des Blutzuckers bei Diabetikern sowie des Blutdrucks bei Hypertonikern ist dabei ebenso essenziell wie eine optimale Senkung der Blutfettwerte. Es gilt, die aktuellen Empfehlungen verschiedener Fachgesellschaften sowie die individuellen Gegebenheiten des Patienten zu berücksichtigen.

 


Therapie renaler Folgeerkrankungen

Bei fortschreitender chronischer Nierenerkrankung (CKD) nimmt auch die Prävalenz von Begleiterkrankungen zu. Diese umfassen Störungen des Knochenstoffwechsels aufgrund von Vitamin-D-Mangel, eine Übersäuerung des Blutes, Störungen des Elektrolythaushalts (insbesondere des Kaliums im Blut), Blutdruckregulationsstörungen sowie Störungen der Blutbildung. Die frühzeitige Erkennung und Behandlung einer Begleiterkrankung ist dabei entscheidend für den weiteren Verlauf der CKD.





Nierenersatzverfahren

Im Fall eines schwerwiegenden, symptomatischen Nierenversagens besteht die Möglichkeit eines Nierenersatzverfahrens. Dabei ist bei jüngeren und ansonsten gesünderen Patienten mit langjähriger Lebenserwartung eine Nierentransplantation erstrebenswert, während ältere und kränkere Patienten sich Dialyseverfahren unterziehen können.