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Über die Kardiologie

Als zentrales Organ des Körpers gewährleistet das Herz durch seine Pumpfunktion die Durchblutung aller lebenswichtigen Organe. Es leistet dabei im Laufe eines Menschenlebens in etwa 3 Milliarden Schläge. Die Kardiologie beschäftigt sich mit der Physiologie aber auch den Erkrankungen des Herzens, welche von Rhythmusstörungen bis hin zu schweren Funktionseinbussen reichen. Darüber hinaus sind auch Erkrankungen des Blutkreislaufsystems Teil des kardiologischen Fachgebietes, insbesondere wenn die Herzkranzgefässe betroffen sind.

Herzinsuffizienz

Bei einer Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt, vermag das Herz nicht mehr genügend Blut durch den Kreislauf zu pumpen. Dies schränkt die Leistungsfähigkeit ein und es treten Beschwerden wie Ermüdung, Erschöpfung, Atemnot und Wassereinlagerungen – vor allem in den Beinen – auf. Ursache einer Herzinsuffizienz können Bluthochdruck, eine koronare Herzerkrankung, Herzklappenfehler und seltener Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie Herzmuskelerkrankungen, angeborene Herzfehler oder Stoffwechselerkrankungen sein. Dauert die Herzinsuffizienz über einen langen Zeitraum an, kann der ganze Körper in Mitleidenschaft gezogen werden. Es ist deshalb wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Koronare Herzerkrankung

Die Herzkranzgefässe versorgen den Herzmuskel über das Blut mit Sauerstoff und Nährstoffen, damit das Herz seine Pumpfunktion aufrechterhalten kann. Sind die Herzkranzgefässe verengt oder sogar verschlossen, spricht man von einer koronaren Herzerkrankung. Die Folgen können eine Angina pectoris – also Schmerzen, Druckgefühl oder Brennen hinter dem Brustbein – oder sogar ein Herzinfarkt sein. Dies kann zu einer Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen führen. Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung sind das Alter, aber auch eine familiäre Veranlagung, unser Lebensstil (Rauchen, falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, Bluthochdruck und Stress) und eine schwere Nierenerkrankung. Ziel ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung der Erkrankung um Langzeitschäden zu vermeiden.

Herzklappenerkrankungen

Als Ventile des Herzens gewährleisten die Herzklappen einen gerichteten Blutfluss. Mit zunehmendem Alter kommt es zu Abnützungserscheinungen an den Herzklappen die zu Verengungen und Undichtigkeiten führen. Aber auch angeborene Klappenerkrankungen und Infektionskrankheiten können zu wesentlichen Klappenveränderungen beitragen. Beschwerden wie bei einer Herzinsuffizienz oder einer koronaren Herzerkrankung können dann auftreten. Die Diagnose und der Schweregrad einer Klappenerkrankung erfolgt fast immer über die Echokardiographie. Die Behandlung erfolgt in Form einer Reparatur oder eines Ersatzes der Herzklappe, entweder über eine Operation am offenen Herzen oder über einen Katheter gestützten minimal invasiven Eingriff.

Herzrhythmussstörungen

Als Rhythmusstörung bezeichnet man ein zu schnell, zu langsam oder unregelmässig schlagendes Herz. Die meisten Rhythmusstörungen sind nicht gefährlich, können aber die Lebensqualität wesentlich beeinträchtigen. Treten diese jedoch in den Herzkammern auf, können sie unbehandelt zum Kreislaufstillstand und zum plötzlichen Herztod führen. Bemerkbar machen sich Rhythmusstörungen mit Beschwerden wie Schwindel, Herzrasen, Leistungsschwäche bis hin zur Bewusstlosigkeit. Sie können aber auch vollkommen unbemerkt bleiben und erhebliche Schäden, wie z.B. einen Schlaganfall verursachen. Zur Diagnosestellung kommen das Elektrokardiogramm (EKG) aber auch invasive Verfahren wie eine elektrophysiologische Untersuchung oder Implantation eines Looprekorders zum Einsatz. Je nach Rhythmusstörung kommen dann verschiedene Therapieansätze zur Anwendung, vom Einsatz von Medikamenten bis hin zur Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren.